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Farben sind spezifische Energien
Mehr als 80% aller Sinneseindrücke nimmt der Mensch über das Auge auf. Es liefert ihm die wichtigsten Informationen, welche für seine Tätigkeiten von Bedeutung sind. Als Element der visuellen Empfindung spielt dabei die Farbe eine wesentliche Rolle. Farben sind weit mehr als bloss Mittel zur künstlerischen Ausschmückung architektonischer Gegebenheiten. Richtig genutzt können sie einen wesentlichen Beitrag zur Humanisierung unseres Lebensraumes leisten.
Farbwirkungen sind äusserst vielschichtig
Farbwirkungen lassen sich nicht auf Rezepturen wie Rot regt an oder Blau beruhigt reduzieren. Physische und psychische Einflüsse hängen stark von der Materialbezogenheit, Lichtführung oder ganz besonders auch von der Individualität des Wahrnehmenden ab. Alter, Geschlecht, physische und psychische Verfassung, besondere Lebenssituationen und persönliche Erfahrungen sind ausschlaggebend.
Das Wohlbefinden des Individuums fördern
Das Ziel verantwortungsvoller Umwelt-Gestaltung besteht heute in der Schaffung von humanen Lebensräumen und sozialen Arbeitswelten, welche wieder den Gesetzen des menschlichen Organismus in unserer hochtechnisierten Umwelt entsprechen. Als Schwerpunkt in allen Bereichen der Architektur und Einrichtungsplanung gehört dazu auch die Anwendung farbpsychologischer Erkenntnisse sowie die Berücksichtigung visuell-ergonomischer Zusammenhänge mit dem Ziel, das Wohlbefinden des Individuums in Bezug zur jeweiligen Tätigkeit und den damit verbundenen Gemütszuständen zu fördern.
Es ist an dieser Stelle nicht möglich, über das gesamte Gebiet der angewandten Farbenlehre zu informieren. Ausführlichere Unterlagen können angefordert werden.
Literaturnachweis
Hollwich F.: The Influence Of Ocular Light Perception on Metabolism in Man and in Animal. Verlag Springer, New York/Berlin, 1979
Weitere Literatur zum Thema Farbe in Architektur und Raumgestaltung:
Frieling Heinrich: Gesetz der Farbe. Musterschmitt-Verlag Göttingen, 1995
Rodeck,Meerwein, Mahnke: Mensch-Farbe-Raum, Verlagsanstalt Alexander Koch, 1998
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